Wie angekündigt ein Stück über einen weiteren überflüssigen
dritten Teil.
Der ursprüngliche Film Hangover war sehr, sehr gut. Eine
frische Idee, witzige Umsetzung, interessante Story-Entwicklung und gute
Schauspieler, deren Nasen man nicht schon umpfzigmal vorher Sachen hat
runterspielen sehen.
Auch ein finanzieller Erfolg, erlagen die Macher der
„Fortsetzungs-Seuche“ und brachten einen zweiten Teil heraus. Können dieselben
Typen wirklich so blöd sein und schon wieder auf den Trottel mit den Roofies
hereinfallen? Immerhin haben sie versucht, es zu unterlassen. Aber entweder sie
oder der Trottel waren blöd genug, wieder durch die Decke zu gehen und alles zu
vergessen.
Diesmal in Bangkok, mit allem was dazugehört, inklusive
dealendem Affen. Der zweite Film brachte immerhin noch genug Lacher, um nach
dem Kino nicht zu denken „was für ein verschwendeter Abend“.
Der dritte Teil jedoch: unter. Aller. Sau.
Die Geschmacksgrenze wird schon in der Einleitung
überschritten, danach können alle Hemmungen fallen und auf Storyline wird gar
kein Wert mehr gelegt. Dieser Film hat mit den Vorgängern nur noch den Titel
gemein, es ist niemand weggetreten und niemand muss was rekonstruieren.
Stattdessen entspinnt sich eine abstruse Gangstergeschichte
mit Impossible-Mission Zitaten und einer gewollten Love-Story für Alan, die die
Schreiber allenfalls nach drei durchwachten Nächten in einer Nikotin- und
Wodkawolke auf dem Papier lustig finden konnten.
Wer Sammler und Jäger ist, stellt sich halt alle drei ins Regal,
wer auch inhaltlich auf Qualität achtet, kauft den ersten, leiht sich den
zweiten mal aus und ignoriert den dritten. Hoffen wir, daß es dabei bleibt und
die Macher neue Projekte angehen.