Freitag, 10. Juli 2015

Hangover Teil 3

Wie angekündigt ein Stück über einen weiteren überflüssigen dritten Teil.
Der ursprüngliche Film Hangover war sehr, sehr gut. Eine frische Idee, witzige Umsetzung, interessante Story-Entwicklung und gute Schauspieler, deren Nasen man nicht schon umpfzigmal vorher Sachen hat runterspielen sehen.
Auch ein finanzieller Erfolg, erlagen die Macher der „Fortsetzungs-Seuche“ und brachten einen zweiten Teil heraus. Können dieselben Typen wirklich so blöd sein und schon wieder auf den Trottel mit den Roofies hereinfallen? Immerhin haben sie versucht, es zu unterlassen. Aber entweder sie oder der Trottel waren blöd genug, wieder durch die Decke zu gehen und alles zu vergessen.
Diesmal in Bangkok, mit allem was dazugehört, inklusive dealendem Affen. Der zweite Film brachte immerhin noch genug Lacher, um nach dem Kino nicht zu denken „was für ein verschwendeter Abend“.
Der dritte Teil jedoch: unter. Aller. Sau.
Die Geschmacksgrenze wird schon in der Einleitung überschritten, danach können alle Hemmungen fallen und auf Storyline wird gar kein Wert mehr gelegt. Dieser Film hat mit den Vorgängern nur noch den Titel gemein, es ist niemand weggetreten und niemand muss was rekonstruieren.
Stattdessen entspinnt sich eine abstruse Gangstergeschichte mit Impossible-Mission Zitaten und einer gewollten Love-Story für Alan, die die Schreiber allenfalls nach drei durchwachten Nächten in einer Nikotin- und Wodkawolke auf dem Papier lustig finden konnten.

Wer Sammler und Jäger ist, stellt sich halt alle drei ins Regal, wer auch inhaltlich auf Qualität achtet, kauft den ersten, leiht sich den zweiten mal aus und ignoriert den dritten. Hoffen wir, daß es dabei bleibt und die Macher neue Projekte angehen.