Vielleicht ein bisschen spät, die Serie ist ja schon vorbei, aber was soll's.
Scrubs - eine Medical-Comedy-Serie, die einige Überraschungen bereithält und die es lohnt, sich mehrmals anzusehen.
Wie so oft entdeckt man vieles erst im zweiten oder dritten Durchlauf. Zum Beispiel, daß es nicht unbedingt die Hauptdarsteller sind, die die besten Gags bringen. Zach Braff und Donald Faison als JD und Turk tragen die Haupthandlung aber die Serie wäre nichts ohne Ken Jenkins und John C. McGinley als Bob Kelso und Dr Cox.
Man kann sich auch wunderbar mit Zusammenschnitten der Rants von einer der beiden amüsieren, für einen guten Lacher braucht man nicht mal ganze Folgen.
Dazu können sich die Macher damit brüsten, eine der besten traurigen Szenen in einer Comedy-Serie geschaffen zu haben. Stichwort: "Was glauben Sie, wo wir sind...?"
Das Einzige, was Bill Lawrence, der Serienmacher, sich vorwerfen muss, ist die überflüssige Staffel 9. Nach dem Ausstieg von Zach Braff war es vorbei und Hollywood sollte daraus endlich mal lernen, daß eine Serie ein Ganzes ist und die Elemente nicht beliebig ausgetauscht werden können.
Sonntag, 31. Dezember 2017
Samstag, 30. Dezember 2017
Hidden Figures - Als schwarze Frauen bei der NASA als "Computer" arbeiteten
Moderne Smartphones haben mehr Rechenkapazität als die Steuercomputer der Apollo-Missionen.
Bevor aber überhaupt Computer existierten, die in der Lage waren, die unglaublich komplexen Rechenoperationen durchzuführen, die allein schon für den Start einer Rakete nötig waren, hatte Präsident Kennedy schon die Order ausgegeben, die Russen endlich im Wettlauf zu den Steren zu überholen. Der Sputnik-Schock saß tief.
Da saßen also, zumindest im sichtbaren Teil, weiße männliche Genies und rechneten.
Aber weiter hinten auf dem Gelände saß ein Pool von talentierten Frauen, die ebenfalls rechneten. Die saßen im unsichtbaren Teil, weil sie nun mal schwarz waren.
Drei von ihnen lernen wir in dem Film "Hidden Figures" näher kennen:
Katherin Goble Johnson (Taraji P. Henson), die sich vor ihren Vorgesetzten erklären muss, weil sie für die Klopause 40 Minuten braucht, weil das einzige Klo für Schwarze am anderen Ende des Geländes ist.
Dorothy Vaughan (Octavia Spencer), die sich selber Fortran beibringt, um mit Einführung der IBM-Computer ihren Job nicht zu verlieren.
Mary Jackson (Janelle Monáe), die sich vor Gericht Zugang zu Abendkursen verschaffen muss, damit sie Ingenieurin werden kann.
Der Film ist gute gemacht und zeigt die Schwierigkeiten, die bestanden und ehrt die Menschen, die durch harte Arbeit in der Lage waren, diese zu überwinden.
Spannend auch, was man über die Mathematik der frühen Raumfahrt lernt und wie einiges von den nötigen Berechnungen überhaupt erstmal erfunden werden musste, während die Entwicklung weiterging.
Im Prinzip wurde die Sklaverei nach dem Unabhängigkeitskrieg in den USA abgeschafft, aber wenn Schwarze Mathematikerinnen zwar ihre Fähigkeiten einbringen, aber dabei nicht in Erscheinung treten dürfen, wird deutlich, was in den Staaten und anderswo auf der Welt noch heute Realität ist: in manchen Köpfen sind bestimmte Menschengruppen immer noch weniger wert, als andere.
Die portraitierten Frauen werden heute zu Recht für ihre Leistungen geehrt und ihre Arbeit wird anerkannt.
Schade ist, daß es solche Leuchtfeuer in der Gesellschaft noch braucht. Um so deutlicher zeigt dieser Umstand, daß wir insgesamt noch weit vom Idealzustand entfernt sind, der da heißt "alle Menschen sind gleich"...
Bevor aber überhaupt Computer existierten, die in der Lage waren, die unglaublich komplexen Rechenoperationen durchzuführen, die allein schon für den Start einer Rakete nötig waren, hatte Präsident Kennedy schon die Order ausgegeben, die Russen endlich im Wettlauf zu den Steren zu überholen. Der Sputnik-Schock saß tief.
Da saßen also, zumindest im sichtbaren Teil, weiße männliche Genies und rechneten.
Aber weiter hinten auf dem Gelände saß ein Pool von talentierten Frauen, die ebenfalls rechneten. Die saßen im unsichtbaren Teil, weil sie nun mal schwarz waren.
Drei von ihnen lernen wir in dem Film "Hidden Figures" näher kennen:
Katherin Goble Johnson (Taraji P. Henson), die sich vor ihren Vorgesetzten erklären muss, weil sie für die Klopause 40 Minuten braucht, weil das einzige Klo für Schwarze am anderen Ende des Geländes ist.
Dorothy Vaughan (Octavia Spencer), die sich selber Fortran beibringt, um mit Einführung der IBM-Computer ihren Job nicht zu verlieren.
Mary Jackson (Janelle Monáe), die sich vor Gericht Zugang zu Abendkursen verschaffen muss, damit sie Ingenieurin werden kann.
Der Film ist gute gemacht und zeigt die Schwierigkeiten, die bestanden und ehrt die Menschen, die durch harte Arbeit in der Lage waren, diese zu überwinden.
Spannend auch, was man über die Mathematik der frühen Raumfahrt lernt und wie einiges von den nötigen Berechnungen überhaupt erstmal erfunden werden musste, während die Entwicklung weiterging.
Im Prinzip wurde die Sklaverei nach dem Unabhängigkeitskrieg in den USA abgeschafft, aber wenn Schwarze Mathematikerinnen zwar ihre Fähigkeiten einbringen, aber dabei nicht in Erscheinung treten dürfen, wird deutlich, was in den Staaten und anderswo auf der Welt noch heute Realität ist: in manchen Köpfen sind bestimmte Menschengruppen immer noch weniger wert, als andere.
Die portraitierten Frauen werden heute zu Recht für ihre Leistungen geehrt und ihre Arbeit wird anerkannt.
Schade ist, daß es solche Leuchtfeuer in der Gesellschaft noch braucht. Um so deutlicher zeigt dieser Umstand, daß wir insgesamt noch weit vom Idealzustand entfernt sind, der da heißt "alle Menschen sind gleich"...
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