Samstag, 11. März 2023

Dave

"Dave" ist eine wunderbar herzerwärmende Komödie, die eine originelle und witzige Prämisse hat. Der Film handelt von Dave Kovic, einem Teilzeit-Präsidenten-Double, der in die Rolle des echten Präsidenten schlüpft, als dieser einen Schlaganfall erleidet und im Koma liegt. Dave nutzt die Gelegenheit, um die Probleme der Nation auf seine eigene Weise anzugehen und versucht, positive Veränderungen zu bewirken.

Die Schauspielerleistungen in "Dave" sind erstklassig. Kevin Kline spielt Dave und den echten Präsidenten gleichermaßen überzeugend, und er schafft es, dem Charakter eine sympathische und zugängliche Persönlichkeit zu verleihen. Sigourney Weaver als First Lady und Frank Langella als skrupelloser Stabschef der Regierung liefern ebenfalls starke Leistungen.

Der Film ist nicht nur lustig, sondern hat auch eine wichtige Botschaft über die Rolle der Regierung und die Macht des Einzelnen, Veränderungen herbeizuführen. Es ist erfrischend zu sehen, wie Dave als Präsident versucht, Dinge auf eine authentische und menschliche Weise anzugehen, anstatt sich hinter bürokratischen Prozessen zu verstecken.

Insgesamt ist "Dave" ein großartiger Film, der sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken anregt. Die Prämisse ist einzigartig, die Schauspieler sind großartig und die Botschaft ist wichtig. Ich würde diesen Film jedem empfehlen, der eine gute Komödie mit einer herzlichen Botschaft sucht.

Freitag, 10. März 2023

Das fliegende Klassenzimmer

Erich Kästners Roman "Das fliegende Klassenzimmer" ist seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1933 ein beliebtes Kinderbuch, das immer wieder für die Leinwand adaptiert wurde. Die Geschichte handelt von einer Gruppe von Jungen, die in einer Internatsschule leben und sich mit Freundschaft, Rivalität und Abenteuern auseinandersetzen.

Die erste Verfilmung des Romans kam bereits im Jahr 1954 in die Kinos und wurde von Kurt Hoffmann inszeniert. Der Film wurde schnell zu einem Klassiker und ist bis heute ein beliebter Weihnachtsfilm in Deutschland. In der Rolle des Herrn Dr. Bökh, des sympathischen Lehrers und Freundes der Jungen, war der bekannte Schauspieler Paul Dahlke zu sehen. Auch andere bekannte Schauspieler wie Erich Ponto und Heli Finkenzeller wirkten in dem Film mit.

1984 wurde der Roman erneut verfilmt, diesmal unter der Regie von Werner Jacobs. Der Film folgt der Handlung des Buches sehr genau, mit der Ausnahme, das die Geschichte von Weihnachten in den Sommer verlegt wurde. Die Verfilmung wurde aber von den Kritikern positiv aufgenommen. In der Rolle des Dr. Bökh war diesmal Joachim Fuchsberger zu sehen, der auch als Moderator und Schauspieler in Deutschland sehr bekannt war.

2013 erschien schließlich eine weitere Verfilmung des Romans, diesmal als Fernsehfilm. Regisseur Tomy Wigand inszenierte die Geschichte neu und setzte dabei auf eine moderne Inszenierung. Er verlegte die Handlung in das Internat des Leipziger Thomaner-Chors. Der Film wurde von den Kritikern positiv bewertet und erreichte ein breites Publikum. In der Rolle des Dr. Bökh war diesmal Anja Kling zu sehen.

Insgesamt haben die verschiedenen Verfilmungen des Romans "Das fliegende Klassenzimmer" immer wieder neue Generationen von Zuschauern begeistert. Jede Adaption hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, aber alle bringen die faszinierende Welt von Erich Kästners Roman zum Leben.

"Das fliegende Klassenzimmer" von Erich Kästner erzählt die Geschichte einer Gruppe von Schülern, die in einem Internat leben und sich mit Freundschaft, Rivalität und Abenteuern auseinandersetzen. Die Hauptfiguren sind die Schüler Johnny, Matz, Uli, Kreuzkamm und der Neuling Sebastian.

Die Geschichte beginnt kurz vor Weihnachten, als die Schüler anfangen, sich auf das Weihnachtsfest und die bevorstehende Aufführung des Weihnachtsstücks vorzubereiten. Doch es taucht ein neuer Schüler namens Sebastian auf, der sehr schüchtern und introvertiert ist. Die anderen Schüler nehmen ihn nicht sofort auf, und so gerät er schnell in Konflikt mit Matz und Kreuzkamm.

Währenddessen planen die Schüler ein Fußballspiel gegen eine benachbarte Schule. Sie hoffen, das Spiel zu gewinnen und so den Respekt der anderen Schüler zu erlangen. Doch das Spiel endet in einer Niederlage, was die Schüler sehr enttäuscht.

Als Sebastian plötzlich verschwindet und nicht zur Weihnachtsaufführung erscheint, machen sich die anderen Schüler auf die Suche nach ihm. Sie finden ihn schließlich in einer verlassenen Kirche, wo er sich versteckt hat. Dort erzählt er den anderen, dass er seinen Vater seit Jahren nicht gesehen hat und ihm deshalb das Weihnachtsfest schwerfällt.

Die Schüler beschließen, Sebastian zu helfen und organisieren eine Überraschungsparty für ihn. Dabei erfahren sie, dass Sebastian ein großes musikalisches Talent hat und ihm die Musik sehr hilft, seine Sorgen zu vergessen.

Schließlich findet die Weihnachtsaufführung statt, bei der Sebastian seine musikalischen Fähigkeiten zum Besten gibt. Die Schüler gewinnen auch das Vertrauen von Sebastian und bauen eine tiefere Freundschaft untereinander auf. Die Geschichte endet mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für alle Beteiligten.

Freitag, 5. November 2021

Alien

Ich weiß, ich bin mal wieder spät dran, um diesen Klassiker das erste Mal zu sehen. Alien hat Geschichte geschrieben und sowohl ein ganzes Franchise als auch die Karriere von Sigourney Weaver gestartet.

Zum ersten Mal war der Held des Films eine Heldin. Und dazu noch eine Heldin, die sich nicht über die Beziehung zu einem Mann definiert hat.

Die Geschichte ist bekannt. Interessant ist die Erzählweise, wie sie heute nicht mehr genutzt würde. Lange, ruhige Passagen, die dem Zuschauer Zeit lassen, die dunklen Ecken mit den eigenen Dämonen zu füllen und die Action-Sequenzen nur noch deutlicher hervorheben.

Abgesehen vom Alien-Anzug der eher klobig und unhandlich wirkt, sind die Effekte sehr gut gealtert, eben auch, weil sie wohldosiert eingesetzt wurden und auch nicht nur auf CGI basieren, sondern eben auch viele praktische Effekte genutzt wurden.

Das Szenenbild im Inneren des Raumschiffes bringt sehr gut die beklemmende Enge herüber und transportiert bei aller Stabilität die Hilflosigkeit gegenüber dem riesigen, kalten, gefühllosen Nichts außerhalb der stählernen Schutzhülle die eine Enklave des Lebens schafft.

Am Ende besiegt Ripley das Alien und rettet sogar die Katze.

Man merkt dem Film außerdem an, daß er als Standalone geplant und konzipiert war, nicht mit der Idee von Fortsetzungen, Prequels und Crossovers im Hinterkopf. Ab einem Teil zwei ist dieses Gefühl ja nicht mehr transportierbar, da wird geteasert, als gäb’s kein Morgen.

Inwieweit, die weiteren Filme und Crossovers trotzdem sehenswert sind, werde ich demnächst feststellen, wenn die Nachhilfestunden in Sachen 80iger Action-Filme weitergehen.

Sonntag, 9. Februar 2020

Taboo

Mystery/Crime/Drama/Intrigen. Sehr, sehr gut gemacht. Tom Hardy als geheimnisvoller Seemann, der nach Hause zurückkehrt, als sein Vater beerdigt wird. Er wurde für tot gehalten und löst entsprechend Verwirrung und Entsetzen aus.
Angesiedelt im Britisch-Amerikanischen Kriegt mischt sich Hardys Charakter in die Auseinandersetzungen ein und beginnt, die Player gegeneinander auszuspielen. Dabei macht er sich die britische Krone, die Amerikaner und die mächtige Ost-Indien-Kompanie zu Feinden.
Die Serie ist sehr gut geschrieben und umgesetzt. Tom Hardy ist ein charismatischer und präsenter Darsteller und glänzt sowohl im Triumph als auch in der Niederlage.
Besonders achten sollte man auf Mark Gatiss, der Prinzregent (später König) George IV. spielt. In einem schlechten Fatsuit und mittelmäßiger Maske trotzdem noch einen Charakter auftauchen zu lassen, ist schon die hohe Schule.
Gatiss hat die Sherlock-Serie der BBC mit produziert und spielt dort Mycroft Holmes.

Die erste Staffel von Taboo ist derzeit auf Amazon Prime zu sehen und lohnt sich unbedingt!

Sonntag, 19. Januar 2020

The Shining

So, was war da jetzt so toll an dem Film?

Ich verstehe nicht, was die alle an dem Film toll finden. Keine Motivation für Jack, durchzudrehen (oder hat der die ganze Zeit den nervigen Score im Ohr gehabt?).
Shelly Duvall ist einfach nur grottig. Der Film hat Längen, die durch die nervige Musik nicht besser werden und Jack Nicholson schaltet einfach nach 15 Minuten den irren Blick an und dreht auf und ab. Das macht er gut, keine Frage, aber warum nur?
Und was soll das mit dem Bild am Schluß? Wo ist die Erklärung?
Hab ich schon erwähnt, das die Musik genervt hat?
Wenn zwischendurch mal Szenen ohne die Musik zu sehen waren, hatte man wenigstens mal ein bisschen Erholung...

Für mich eine der schlechtesten Verfilmungen eines Stephen-King-Stoffes. Er selber fand den Film ja auch nicht gut.

P. S. Die Musik war schlecht...

Dienstag, 31. Dezember 2019

Star Wars - Der Aufstieg Skywalkers

Spoilerwarnung!

Nee, im Ernst: SPOILERWARNUNG.

So, Freunde. Es wird kontrovers!

Ich habe viele Äußerungen gelesen von Personen, die den Film schlecht fanden. Ich fand ihn gut. So.
Einziger Kritikpunkt von mir ist die aufgeregte Erzählweise. Handwerklich läßt der Film grade im ersten Teil zu wünschen übrig und das konnte unsen JJ schon mal besser. Wenigstens wackelte die Kamera nicht dauernd und die Lensflares waren auch im Rahmen.

Aber inhaltlich: OK, das Machtgeister bisher die reale Welt nicht manipulieren konnten (oder wollten?) mag ja sein. Aber von was reden wir konkret: das war Lukes verficktes eigenes Lichtschwert. Und das Schiff hat er selber da versteckt, und hatte wahrscheinlich Jahre Zeit, das Versteck zu fühlen! Mag sein, daß das Schiff ein bisschen mehr als Spucke und n Handtuch brauchen würde, um wieder flugfähig zu werden, andererseits ist das ein Kampfraumschiff. Die Bedingungen im All und im Raumkampf sind mal zwei drei Hausnummern härter, als die unter Wasser. Gleiches gilt für das Schiff in der Wüste, das war nicht mal unter Wasser.

Was das Überlichtfliegen in Atmosphären angeht, gut der Falke hat schon heftig drunter gelitten also Konsequenzen hatte das. Sicher auch hier ein bisschen sehr drüber weggegangen, aber das sehe ich eher wieder als handwerkliche Fehler, weniger als inhaltliche.

Das Finale fand ich einfach großartig. Die Sith haben schon immer mehr von ihrer Macht gezeigt als die Jedi, das bedeutet aber nicht, das die Jedi weniger mächtig sind. Yoda hat Palpatine schon mal die Stirn geboten und knapp verloren und die Idee mit dem Zweiklang der Macht, das Skywalker und Palpatine bilden, finde ich auch gut und das war dann die Machtquelle für den Uber Imperator der eine ganze Flotte in Bedrängnis bringt.

Und was die Aussage angeht, es wäre alles immer wieder die gleiche Story. Erstens, jap der ewige Kampf zwischen gut und böse. Zweitens ist Star Wars eine Ringerzählung, die Handlung bewegt sich in Kreisen. Ich hatte dazu mal einen schönen Text gefunden, den muss ich mal raussuchen und nachliefern.

So. Merkt man, daß ich die Filme am besten kenne und die Serien nur ansatzweise und alle Sekundärliteratur gar nicht?

Damit einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr!

Mittwoch, 20. November 2019

Die Wache („The Watch“) nach Terry Pratchett


Ich habe nicht viel zu der Besetzung der geplanten BBC-Serie über die Wache von Ankh-Morpork gelesen, aber über einen Punkt bin ich gestolpert: Lord Vetinari soll von einer Frau gespielt werden. Und wenn ich mir die Schauspielerin ansehe, soll das keine Hosenrolle (also Mann von Frau gespielt) sein, sondern es soll einen weiblichen Vetinari geben.

Richard Dormer (Beric Dondarion aus Game of Thrones) als Sam Mumm, nichts dagegen einzuwenden. Adam Hugill als Karotte Eisengießersohn bringt die richtige Mischung aus Naivität und Präsenz für die Rolle mit. Die Casting-Verantwortlichen können also grundsätzlich ihren Job. Warum muss dann eine der ikonischsten Figuren aus dem Pratchett-Universum gendergebendet werden?

Es ist ja nicht so, daß Pratchett keine starken weiblichen Charaktere geschrieben hätte. Alleine im Zusammenhang der Wache kommt einem Lady Sybil in den Sinn. Auch die Hexen und Susanne Sto Helit sind starke Frauen, die Pratchett nicht in Abhängigkeit von einem Mann stark gemacht hat.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum ikonische Charaktere geschlechtsgewandelt werden müssen. Soll das die Sache des Feminismus voranbringen? Tut es nicht. Mit unpopulären Aktionen gewinnt man keine Mehrheiten. Mich persönlich erreicht man nicht, indem man fordert, der nächste James Bond muss weiblich sein (davon, daß er schwarz sein muss, will ich gar nicht erst anfangen, obwohl ich Idris Elba schätze). Es wäre der Sache hilfreicher, starke neue Charaktere für weibliche Schauspieler zu erschaffen, statt vorhandene, etablierte Charaktere umzuwandeln.

Lasst bestehende Charaktere am Leben und schlachtet sie nicht durch künstliche Geschlechtsumwandlungen ab und schreibt lieber neue Story und neue Charaktere, damit weibliche Helden in den Vordergrund treten. Marvel kann es ja auch…

Umgekehrt finde ich es genauso beknackt. Grinsi Kleinpo soll von Jo Eaton-Kent gespielt werden. Das ist ein weiblicher Charakter. In seiner Eigenart als Zwerg kann man den Charakter mit etwas Zugeständnis als non-binary bezeichnen, weibliche Zwerge haben bei Pratchett auch einen Bart, der ist nur ein wenig seidiger, als der männlicher Zwerge, aber warum kann nicht eine Frau die Rolle spielen? Warum muss das ein Mann spielen?

Und damit man mich vollends des „mimimimimi“ bezichtigen kann: Lara Rossi als Lady Sybil und Marama Corlett als Feldwebel Angua wären auch nicht meine erste Wahl gewesen.
Meine Vorfreude auf „Die Wache“ ist erstmal deutlich gedämpft worden.