So, ein Film wird nicht gezeigt oder veröffentlicht, weil Nordkorea was dagegen hat? Nja, die Zensur im eigenen Land funktioniert ja gut genug, damit die eigene Bevölkerung das nicht mitbekommt. Für den Rest der Welt gilt: jetzt kennen mehr Leute den Film, bzw. reden darüber, als wenn der einfach im Kino versickert wäre.
Mal ehrlich: da ist sicher kein Kunstwerk zu erwarten, das kann man sich an zwei Fingern ausrechnen, wenn man "Seth Rogen" hört, man denke an The Green Hornet.
Ich bezweifle, daß ich mir den Film angesehen hätte, wenn er "normal" rausgekommen wäre. Nun aber ist ja klar, daß ich den sehen will.
Also, entweder es stimmt, daß der kleine Dicke aus Nordkorea da mit dem Säbelchen rasselt und Sony den Schwanz einzieht und sein Rückgrat an der Garderobe abgibt, oder daß ist einer der perfidesten Marketingtricks der letzten Jahre. Beide Möglichkeiten wären eine Riesenschweinerei, aber Variante 1 sollte uns allen eine Scheißangst machen.
Es kann nicht sein, daß zensiert wird, wenn die Regierung unangenehme Informationen geheimhalten möchte. Es kann schon dreimal nicht sein, daß eine "Regierung" Dinge zensiert, die nicht mal im eigenen Land veröffentlicht werden sollen.
Es ist die Pflicht aller freien Menschen, dagegen vorzugehen! Es ist die Pflicht von Sony, diesen Film zu veröffentlichen. Es wurde durch den Rumpelstilzchen-Tanz dieses kleinen, dicken, nordkoreanischen Arschlochs zur Pflicht!
SONY: BRING DIESEN FILM RAUS! LASS DIR VON DIESEM PENNER KEINEN MAULKORB ANLEGEN!
Samstag, 20. Dezember 2014
Samstag, 13. Dezember 2014
My Name Is Earl
Meine Schwester hat mir die DVD-Box letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt, aber erst jetzt haben wir begonnen, die Serie zu sehen. Und man, haben wir was verpasst! Und all die Leute erst, die damals NICHT eingeschaltet haben, als RTL die Serie im deutschen Fernsehen zeigte. Leider wurde sie schon nach einem Monat wieder abgesetzt.
Earl Hickey (Jason Lee) ist ein Kleinkrimineller, der irgendwann erkennt, warum ihm einfach nichts Gutes passieren kann, ohne daß was Schlechtes hinterherkommt: Karma.
Als er nach einem Lottogewinn vom Auto überfahren im Krankenhaus liegt, beschließt er, sein Leben zu ändern und all die schlimmen Sachen, die er angestellt hat, wieder gutzumachen. Also schreibt er eine Liste und fängt an, diese abzuarbeiten.
Das ist genauso lustig, wie es sich anhört und die Situationen in die er und sein einfach gestrickter Bruder geraten sind einfach himmlisch komisch.
Diese Serie (und ich lehne mich aus dem Fenster, da ich erst die erste Staffel kenne) ist ein Beispiel dafür, was möglich ist. Warum sind nicht mehr Serien so? Es scheint so einfach: eine gute Ausgangsidee, gute Schauspieler, von denen es tatsächlich auch in Hollywood erstaunlich viele gibt, die es nicht auf die große Leinwand schaffen, aber eigentlich dahingehören und Gaststars die sichtlich Spaß haben, an sowas mitzuwirken.
Leider wurde die Serie nach der vierten Staffel nicht verlängert und so teilt sie das Schicksal so einiger eigentlich guter Serien: sie bleibt mit einem Cliffhanger an der Klippe hängen...
Es gab Pläne, die losen Fäden mit einem Kinofilm zu beenden, aber bislang ist nichts in Sicht, was sehr schade ist. Hoffentlich kommt hier noch etwas.
Und diese Serie ist auch ein gutes Beispiel dafür, warum ich wenn möglich OmU schaue: der texanische Dialekt und der Wortwitz tragen ihren Teil zum Gelingen bei.
Earl Hickey (Jason Lee) ist ein Kleinkrimineller, der irgendwann erkennt, warum ihm einfach nichts Gutes passieren kann, ohne daß was Schlechtes hinterherkommt: Karma.
Als er nach einem Lottogewinn vom Auto überfahren im Krankenhaus liegt, beschließt er, sein Leben zu ändern und all die schlimmen Sachen, die er angestellt hat, wieder gutzumachen. Also schreibt er eine Liste und fängt an, diese abzuarbeiten.
Das ist genauso lustig, wie es sich anhört und die Situationen in die er und sein einfach gestrickter Bruder geraten sind einfach himmlisch komisch.
Diese Serie (und ich lehne mich aus dem Fenster, da ich erst die erste Staffel kenne) ist ein Beispiel dafür, was möglich ist. Warum sind nicht mehr Serien so? Es scheint so einfach: eine gute Ausgangsidee, gute Schauspieler, von denen es tatsächlich auch in Hollywood erstaunlich viele gibt, die es nicht auf die große Leinwand schaffen, aber eigentlich dahingehören und Gaststars die sichtlich Spaß haben, an sowas mitzuwirken.
Leider wurde die Serie nach der vierten Staffel nicht verlängert und so teilt sie das Schicksal so einiger eigentlich guter Serien: sie bleibt mit einem Cliffhanger an der Klippe hängen...
Es gab Pläne, die losen Fäden mit einem Kinofilm zu beenden, aber bislang ist nichts in Sicht, was sehr schade ist. Hoffentlich kommt hier noch etwas.
Und diese Serie ist auch ein gutes Beispiel dafür, warum ich wenn möglich OmU schaue: der texanische Dialekt und der Wortwitz tragen ihren Teil zum Gelingen bei.
Donnerstag, 4. Dezember 2014
Christoph Walz wird der neue Bond-Bösewicht
JA! Heute wurde es offiziell angekündigt, Christoph Walz gibt Bonds Gegenspieler in SPECTRE. Der Mann ist in Hollywood eingeschlagen, wie eine Bombe. Und womit? Mit Recht.
Seine schauspielerische Leistung in "Inglorious Basterds" und "Django Unchained" läßt mit Verve Fehlgriffe wie "The Green Hornet" vergessen. Und für den kann er nichts...
Für meinen Geschmack wurden mit den Daniel-Craig-Bonds neue Maßstäbe für dieses Franchise gesetzt und die Bonds mit Daniel sind mit jedem einzelnen Film besser geworden. "Casino Royale" war ein furioser Neustart, "A Quantum of Solace" hat noch einen draufgesetzt und "Skyfall" ist bislang der unerreichte Höhepunkt, für mich der beste Bond der gesamten Serie. Kein Wunder, daß danach Christoph Walz hermuß, um nach "Skyfall" noch weiter steigen zu können.
Ich persönlich gebe Walz sehr viele Vorschußlorbeeren, das dürfte man meinem Text anmerken. Darum schließe ich auch mit Walz' Antwort auf die Frage, ob er die Rolle seinem Erfolg mit den Tarantino-Filmen zu verdanken hat: "Nu lassen Sie mich mal machen und dann sehen wir weiter."
Seine schauspielerische Leistung in "Inglorious Basterds" und "Django Unchained" läßt mit Verve Fehlgriffe wie "The Green Hornet" vergessen. Und für den kann er nichts...
Für meinen Geschmack wurden mit den Daniel-Craig-Bonds neue Maßstäbe für dieses Franchise gesetzt und die Bonds mit Daniel sind mit jedem einzelnen Film besser geworden. "Casino Royale" war ein furioser Neustart, "A Quantum of Solace" hat noch einen draufgesetzt und "Skyfall" ist bislang der unerreichte Höhepunkt, für mich der beste Bond der gesamten Serie. Kein Wunder, daß danach Christoph Walz hermuß, um nach "Skyfall" noch weiter steigen zu können.
Ich persönlich gebe Walz sehr viele Vorschußlorbeeren, das dürfte man meinem Text anmerken. Darum schließe ich auch mit Walz' Antwort auf die Frage, ob er die Rolle seinem Erfolg mit den Tarantino-Filmen zu verdanken hat: "Nu lassen Sie mich mal machen und dann sehen wir weiter."
Der Tatortreiniger
Ist das heilig, oder kann das weg?
Der Regisseur von "Stromberg", der Schauspieler von Ernie aus "Stromberg" das kann ja nur gut werden.
Bjarne Mädel spielt Schotty, den Tatortreiniger. Mit Hamburger Schnauze und hanseatischer Coolness räumt Schotty das weg, was nach Morden oder natürlichen Toden übrig bleibt.
Das ist nur das Bühnenbild für Kammerspiele, die unterhaltsamer kaum sein können. Schotty trifft auf unterschiedlichste Charaktere, die mal mehr, mal weniger mit den Toten zu tun haben. Mal ein Paradeschwuler, mal eine ehemalige Liebe, mal eine Prosituierte, mal auf einen Schamanen oder auch mal auf den Geist des Toten. Beim Saubermachen philosophiert er über das Leben, das Universum und den ganzen Rest.
Bjarne Mädel kann Lacher mit Körperhaltung und Mimik produzieren, bleibt der Rolle dabei immer treu und wird niemals platt, obwohl er den einfachen Hamburger Jung gibt, der beim Schrubben daran denkt, abends bei Spiegelei und Bratkartoffeln "Schämpjens Lieg" zu gucken, während er sich mit dem Toten über seine Leberflecke unterhält.
Es ist nicht nachvollziehbar, warum der NDR diese mehrfach preisgekrönte Serie im Spätprogramm versteckt und nicht sehr ausführlich bewirbt. Man kann von Glück reden, wenn man beim Zappen um kurz nach halb neun die Ankündigung für 22 Uhr mitkriegt.
Auch hier eine BluRay für die Liste...
Der Regisseur von "Stromberg", der Schauspieler von Ernie aus "Stromberg" das kann ja nur gut werden.
Bjarne Mädel spielt Schotty, den Tatortreiniger. Mit Hamburger Schnauze und hanseatischer Coolness räumt Schotty das weg, was nach Morden oder natürlichen Toden übrig bleibt.
Das ist nur das Bühnenbild für Kammerspiele, die unterhaltsamer kaum sein können. Schotty trifft auf unterschiedlichste Charaktere, die mal mehr, mal weniger mit den Toten zu tun haben. Mal ein Paradeschwuler, mal eine ehemalige Liebe, mal eine Prosituierte, mal auf einen Schamanen oder auch mal auf den Geist des Toten. Beim Saubermachen philosophiert er über das Leben, das Universum und den ganzen Rest.
Bjarne Mädel kann Lacher mit Körperhaltung und Mimik produzieren, bleibt der Rolle dabei immer treu und wird niemals platt, obwohl er den einfachen Hamburger Jung gibt, der beim Schrubben daran denkt, abends bei Spiegelei und Bratkartoffeln "Schämpjens Lieg" zu gucken, während er sich mit dem Toten über seine Leberflecke unterhält.
Es ist nicht nachvollziehbar, warum der NDR diese mehrfach preisgekrönte Serie im Spätprogramm versteckt und nicht sehr ausführlich bewirbt. Man kann von Glück reden, wenn man beim Zappen um kurz nach halb neun die Ankündigung für 22 Uhr mitkriegt.
Auch hier eine BluRay für die Liste...
Mittwoch, 3. Dezember 2014
Interstellar
Lange nichts mehr gepostet... Ich sollte das regelmäßiger machen... Naja...
Ich habe inzwischen viele Meinungen zu Interstellar gehört und gelesen. Ich fand ihn ganz, ganz groß!
Schaffen wir folgendes aus dem Weg: ja, ich weiß, daß die wissenschaftliche Akkuranz, Akkurarität, gibt es das Wort, was ich suche überhautp? Wie auch immer, ich weiß, daß das auf der Strecke bleibt. Aber ich gehe in einen Science Fiction Film ja nicht, um etwas zu lernen, jedenfalls nicht hauptsächlich. Ich will unterhalten werden und spannende Geschichten sehen und ich bin entweder ungebildet genug oder in der Lage mein Wissen abzuschalten, um solche Filme zu geniessen.
Also: dramaturgisch einige sehr gelungene Ideen. Die Interviews, deren Sinn erst fast ganz am Schluß aufgelöst wurde - geniale Idee. Die Darstellung der unterschiedlich schnell vergehenden Zeit beim ersten Planeten - eindringlich. Die Roboter - ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, daß die durchdrehen und anfangen, Leute umzubringen. Die schauspielerische Leistung von Matthew McConaughey - oscarreif. Matt Damon als Bad Guy (sort of) - mal was Neues.
Der Film hatte alles. Frische Ideen, ein ungewohntes Setting, ein bisschen American Hero Standard, und kongeniale Musik. Ich mag dröhnende Orgeln. Mehr davon. Leider ist davon auf dem Soundtrack, soweit ich momentan sehe, nicht viel mit drauf.
Besonders hervorheben möchte ich den Mut der Macher, in einem Punkt wissenschaftlich akkurat zu sein: im Weltall ist absolut. NICHTS. zu. hören! Respekt! Auch hier: mehr davon!
Diese BluRay kommt auf meine Liste.
Ich habe inzwischen viele Meinungen zu Interstellar gehört und gelesen. Ich fand ihn ganz, ganz groß!
Schaffen wir folgendes aus dem Weg: ja, ich weiß, daß die wissenschaftliche Akkuranz, Akkurarität, gibt es das Wort, was ich suche überhautp? Wie auch immer, ich weiß, daß das auf der Strecke bleibt. Aber ich gehe in einen Science Fiction Film ja nicht, um etwas zu lernen, jedenfalls nicht hauptsächlich. Ich will unterhalten werden und spannende Geschichten sehen und ich bin entweder ungebildet genug oder in der Lage mein Wissen abzuschalten, um solche Filme zu geniessen.
Also: dramaturgisch einige sehr gelungene Ideen. Die Interviews, deren Sinn erst fast ganz am Schluß aufgelöst wurde - geniale Idee. Die Darstellung der unterschiedlich schnell vergehenden Zeit beim ersten Planeten - eindringlich. Die Roboter - ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, daß die durchdrehen und anfangen, Leute umzubringen. Die schauspielerische Leistung von Matthew McConaughey - oscarreif. Matt Damon als Bad Guy (sort of) - mal was Neues.
Der Film hatte alles. Frische Ideen, ein ungewohntes Setting, ein bisschen American Hero Standard, und kongeniale Musik. Ich mag dröhnende Orgeln. Mehr davon. Leider ist davon auf dem Soundtrack, soweit ich momentan sehe, nicht viel mit drauf.
Besonders hervorheben möchte ich den Mut der Macher, in einem Punkt wissenschaftlich akkurat zu sein: im Weltall ist absolut. NICHTS. zu. hören! Respekt! Auch hier: mehr davon!
Diese BluRay kommt auf meine Liste.
Samstag, 23. August 2014
Zwischenruf I
http://www.ropeofsilicon.com/mcconaughey-eyed-play-lead-villain-adaptation-stephen-kings-stand/
Matthew McConaughey will Randall Flagg in der neuen Verfilmung von "The Stand" spielen. Das sind ja zwei gute Nachrichten auf einmal! "The Stand" kommt ins Kino (bisher gibt es nur eine zugegebenermaßen recht gute Miniserie) und McConaughey würde Flagg das Charisma verleihen, das dem Charakter gebührt.
Auf den Film freue ich mich!
(Außerdem gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß "Der Anschlag" verfilmt wird. Ich gehe, seit ich es kenne, die Schauspieler durch, die die Hauptrolle übernehmen könnten. Bin noch auf der Suche...)
Matthew McConaughey will Randall Flagg in der neuen Verfilmung von "The Stand" spielen. Das sind ja zwei gute Nachrichten auf einmal! "The Stand" kommt ins Kino (bisher gibt es nur eine zugegebenermaßen recht gute Miniserie) und McConaughey würde Flagg das Charisma verleihen, das dem Charakter gebührt.
Auf den Film freue ich mich!
(Außerdem gebe ich die Hoffnung nicht auf, daß "Der Anschlag" verfilmt wird. Ich gehe, seit ich es kenne, die Schauspieler durch, die die Hauptrolle übernehmen könnten. Bin noch auf der Suche...)
Dienstag, 22. Juli 2014
The Breakfast Club
Kultkomödie von John Hughes.
So zeitlos wie die Highschool aber längst nicht so sinnentleert. Die Highschool-Bibliothek wird zur Bühne für dieses Kammerstück um 5 jugendliche Nachsitzer.
Die Vergehen, die zum Nachsitzen führen, sind letztlich ebenso traurig wie das Leben einem im Highschool-Alter vorkommt. Alles nur Schreie nach Aufmerksamkeit, die ungehört verhallen.
Nicht nur "die Erwachsenen" (TM) lassen es jedoch an Aufmerksamkeit mangeln, wie die 5 Nachsitzer feststellen, sind sie selber ebenso in ihrer Peer-Group gefangen und betrachten die jeweils anderen gruppenkonform. Manchmal braucht man für Selbsterkenntnis nur den richtigen Rahmen.
Technisch sehr ansprechend gestaltet, mit langen, ruhigen Kamerafahrten, um die monologisierenden Darsteller herum.
Bei der Synchro wieder mal ein Fail, die Spongebob-Stimme für den Streber passt mal so gar nicht.
Fazit: der profundeste Satz des Films (der an profunden Sätzen nicht arm ist), kommt vom Hausmeister: "Come on, I've been doing this for 20 years. Not they have changed, you have changed."
So zeitlos wie die Highschool aber längst nicht so sinnentleert. Die Highschool-Bibliothek wird zur Bühne für dieses Kammerstück um 5 jugendliche Nachsitzer.
Die Vergehen, die zum Nachsitzen führen, sind letztlich ebenso traurig wie das Leben einem im Highschool-Alter vorkommt. Alles nur Schreie nach Aufmerksamkeit, die ungehört verhallen.
Nicht nur "die Erwachsenen" (TM) lassen es jedoch an Aufmerksamkeit mangeln, wie die 5 Nachsitzer feststellen, sind sie selber ebenso in ihrer Peer-Group gefangen und betrachten die jeweils anderen gruppenkonform. Manchmal braucht man für Selbsterkenntnis nur den richtigen Rahmen.
Technisch sehr ansprechend gestaltet, mit langen, ruhigen Kamerafahrten, um die monologisierenden Darsteller herum.
Bei der Synchro wieder mal ein Fail, die Spongebob-Stimme für den Streber passt mal so gar nicht.
Fazit: der profundeste Satz des Films (der an profunden Sätzen nicht arm ist), kommt vom Hausmeister: "Come on, I've been doing this for 20 years. Not they have changed, you have changed."
Freitag, 18. Juli 2014
Stand by Me
Neben „The Shawshank Redemption“ und „The Green Mile“ eine
der wenigen gelungenen Stephen-King-Verfilmungen. Rob Reiner hat die Novelle in
einen bildgewaltigen Film umgesetzt, durch den die vier jungen Hauptdarsteller
(Wil Wheaton, River Phoenix, Corey Haim und Jerry O’Connel) wandern, wie durch
ihre verkorkste Kindheit.
Die vier sind Freunde und leben im fiktiven Ort Castle Rock,
einem beliebten Schauplatz für Kings Werke. Aus der Zeitung erfahren sie, daß
im Nachbarcounty ein gleichaltriger Junge nicht vom Brombeeren-Pflücken nach
Hause gekommen ist und vermutlich nach einem Zugunfall tot neben den Gleisen
liegt. Die Gang zieht los, um den Junden zu suchen. Unterwegs erfahren wir,
teils aus Erzählungen, teils aus Rückblenden Näheres über die jeweiligen
verkorksten Familien.
Die Schienen ziehen sich sinnbildlich durch den Film, die
Jungs wandern sie entlang und es scheint, als sei ihr Lebensweg ebenso wie die
Schienen bereits vorgezeichnet und fest verlegt. Dabei lernen sie, und wir, daß
sowohl das Festhalten am vorgezeichneten Weg als auch die Abweichung davon
Gefahren birgt. Ersteres symbolisiert durch einen Zug, dem die Jungs nur knapp
entkommen, da er auftaucht, als sie grade eine hohe Brücke überqueren.
Letzteres symbolisiert durch die Blutegel, die den See bevölkern, den die
Gruppe beim Abkürzen des Weges durchwaten muss.
Über allem steht die Freundschaft untereinander, die teils
schweren Prüfungen unterworfen wird und sich alles in allem bewährt. Zum Schluß
der Reise zu sich selbst erfahren wir, wie es den Jungen im späteren Leben
ergangen ist, einer ist dem seinem vorgezeichneten Weg gefolgt und lebt als
Gelegenheitsjobber in der alten Gegend, einer ist seinem Weg gefolgt und ein
erfolgreicher Schriftsteller, einer wollte seinem Weg folgen und wurde durch
äußere Umstände gehindert und einer hat sich durchgebissen, ist von seinem Weg
abgewichen und hat sich ein erfolgreiches Leben aufgebaut, um ebenjenes im
Versuch, einen sinnlosen Streit zu schlichten, auf dem Boden eines
Fast-Food-Lokals auszuhauchen.
Was sagt uns dies nun? Man hat nie im Leben solche Freunde,
wie als Kind. Nie wieder sieht die Welt so groß und einzigartig aus, wie in der
Kindheit. Und: man muss sein Leben selbst in die Hand nehmen, denn es kann
morgen vorbei sein.
Fazit: Kult-Film zum immer wieder sehen.
Dienstag, 15. Juli 2014
Bis nichts mehr bleibt
Ein krasser Film über eine Familie, die von Scientology zerrissen wird. Die Rahmenhandlung ist ein Unterhaltsprozess um Sarah, die Tochter von Frank und Gine. Frank ist während seines Studiums in die Fänge von Scientology geraten und hat Gine mit in die Sekte gezogen. Zunächst überwiegen die Erfolge und Frank gewinnt Stärke und Selbstbewußtsein. Als Gine in der Sekte schneller aufsteigt (die Brücke zur Freiheit voran) entstehen erste Spannungen und Frank gerät in einen Teufelskreis, einerseits muss er immer mehr Geld für Scientology-Kurse aufbringen, andererseits hat er vor lauter Kursen kaum noch Zeit, zu arbeiten, um Geld zu verdienen. Diese Seite der Geschichte ist sehr subtil dargestellt, durch die immer kleiner werdenden Autos, die der Familie zur Verfügung stehen, bis es schließlich nur noch für ein Fahrrad reicht.
Die wunderbare Schauspielerriege schafft es sehr gut, die Beklemmungen und die Machtlosigkeit des Einzelnen gegenüber den menschenverachtenden Methoden der Sekte darzustellen, die auch vor den Kindern nicht haltmacht. Kinder sind die unfertigen Körpermaschinen für Thetanen und haben nur aufzuwachsen. Spielen, Spaß, erleben ist nicht vorgesehen.
Der Film endet beklemmend, es gelingt Frank, inzwischen der Sekte entkommen, nicht die Erziehungsberechtigung für seine Tochter zu erhalten und seine Frau und seine Tochter verschwinden aus seinem Leben und in die Arme der Sekte.
Wie sehr diese Sekte in der Gesellschaft hinter den Kulissen die Fäden zieht zeigt sich an der Tatsache, daß bei der Entwicklung und Aufnahme des Films so lange wie möglich das Thema Scientology aus Angst vor Übergriffen geheimgehalten wurde. Das Projekt lief als Tatort-Produktion unter dem Titel "Der Tote im Sund".
Der Sekte gehört das Handwerk gelegt. Hier ist ein riesiger Sumpf, der trockengelegt werden muss.
Die wunderbare Schauspielerriege schafft es sehr gut, die Beklemmungen und die Machtlosigkeit des Einzelnen gegenüber den menschenverachtenden Methoden der Sekte darzustellen, die auch vor den Kindern nicht haltmacht. Kinder sind die unfertigen Körpermaschinen für Thetanen und haben nur aufzuwachsen. Spielen, Spaß, erleben ist nicht vorgesehen.
Der Film endet beklemmend, es gelingt Frank, inzwischen der Sekte entkommen, nicht die Erziehungsberechtigung für seine Tochter zu erhalten und seine Frau und seine Tochter verschwinden aus seinem Leben und in die Arme der Sekte.
Wie sehr diese Sekte in der Gesellschaft hinter den Kulissen die Fäden zieht zeigt sich an der Tatsache, daß bei der Entwicklung und Aufnahme des Films so lange wie möglich das Thema Scientology aus Angst vor Übergriffen geheimgehalten wurde. Das Projekt lief als Tatort-Produktion unter dem Titel "Der Tote im Sund".
Der Sekte gehört das Handwerk gelegt. Hier ist ein riesiger Sumpf, der trockengelegt werden muss.
Montag, 14. Juli 2014
Wilfred
Hmmmmm. Sehr strange das Ganze. Eigentlich eine interessante Idee: ein Hund, der für jeden, außer Ryan ein ganz normaler Hund ist. Für Ryan ist es ein ordinärer, unverschämter Typ (ein Mann) in einem schlechten Ganzkörperhundeanzug und schwarz angemalter Nase.
Ryan und Wilfred kommunizieren miteinander und befassen sich mit Ryans persönlichen Problemen (direkt vor der ersten Folge hat Ryan versucht, sich umzubringen, weil seine Freundin ihn verlassen hat).
Aber nach ein paar Folgen hatte ich das Gefühl, daß es nirgendwohin führt. Verständlich, denn die Serie soll ja weitergehen. Aber dadurch wird die eigentlich gute Idee meiner Meinung nach immer weiter verwässert und in die Länge gezogen und verliert dadurch ihren Reiz. Auch die nette Idee, das Ryans Mutter, die ebenfalls psychische Probleme hat und in einer Einrichtung lebt, das Gleiche mit einer Katze erlebt, bleibt in meiner Wahrnehmung eine Randnotiz.
Fazit: obwohl hier wieder durch die Synchro ein Aspekt (nämlich Wilfreds australischer Akzent) unter den Tisch fällt, ist diese Serie kein BluRay-Kaufkandidat und konnte mich nicht dauerhaft fesseln.
Ryan und Wilfred kommunizieren miteinander und befassen sich mit Ryans persönlichen Problemen (direkt vor der ersten Folge hat Ryan versucht, sich umzubringen, weil seine Freundin ihn verlassen hat).
Aber nach ein paar Folgen hatte ich das Gefühl, daß es nirgendwohin führt. Verständlich, denn die Serie soll ja weitergehen. Aber dadurch wird die eigentlich gute Idee meiner Meinung nach immer weiter verwässert und in die Länge gezogen und verliert dadurch ihren Reiz. Auch die nette Idee, das Ryans Mutter, die ebenfalls psychische Probleme hat und in einer Einrichtung lebt, das Gleiche mit einer Katze erlebt, bleibt in meiner Wahrnehmung eine Randnotiz.
Fazit: obwohl hier wieder durch die Synchro ein Aspekt (nämlich Wilfreds australischer Akzent) unter den Tisch fällt, ist diese Serie kein BluRay-Kaufkandidat und konnte mich nicht dauerhaft fesseln.
Sonntag, 13. Juli 2014
Synchroprobleme Teil 1
Tja, ist ja ganz nett ein 3Sat-Thementag Lois de Funès. Aber anscheinend hat man bei dem Mann nicht darauf geachtet, immer den Gleichen Synchronsprecher einzusetzen.
3 Filme, 3 verschiedene Stimmen. Wenn ich doch nur französisch könnte...
3 Filme, 3 verschiedene Stimmen. Wenn ich doch nur französisch könnte...
Der Medicus
Filme zu Büchern. Schwieriges Thema. Kann sehr gut sein, kann voll in die Hose gehen. Das Buch "Der Medicus" von Noah Gordon fand ich sehr gut und ich war sehr erfreut, als eine Verfilmung angekündigt wurde. Auch die Besetzung des Ibn Sina mit Sir Ben Kingsley fand ich gut gewählt.
Nun habe ich den Film gesehen. Es ist nettes Popcorn-Kino zum Zeitvertreib. Werktreue ist ein Konzept, das die Macher scheinbar nicht sehr gut verstanden haben. Abgesehen vom Plot "englischer Baderchirurg geht nach Isfahan, um Medizin bei Avicenna zu studieren" ist nicht viel übrig geblieben. Ich hatte mich auf den Charakter des Baders gefreut - Fehlanzeige. Mary Cullen - komplett entfernt. Das Verhältnis zu Ala Schah - verstümmelt. Die Ignoranz der Standeskollegen in England nach der Rückkehr - nicht vorhanden.
Zwei meiner größten Kritikpunkte: die Szene nach dem überstandenen Sandsturm auf dem Weg nach Isfahan. Rob, schon in der Verkleidung des Juden, dankt Jesus Christus für die Rettung und wird dabei von einem Juden beobachtet und befragt. Durch Kameraführung und Schnitt wird angedeutet, daß der besagte Jude nicht überlebt hat und Rob ihn zum Schutz seines Geheimnisses getötet hat. Krasse Abweichung vom Charakter des Rob, wie er im Buch dargestellt wird.
Sir Ben Kingsley. Sicherlich ein guter Schauspieler und großartig als Itzak Stern in Schindlers Liste und als Mandarin. Hier scheint er den Riemen lustlos runterzuspielen. Kein Zauber, kein Hauch der Persönlichkeit des Avicenna, so wie sie im Buch dargestellt wurde.
Alles in Allem: kann man mal sehen, aber das Buch gibt einem Mehr.
Nun habe ich den Film gesehen. Es ist nettes Popcorn-Kino zum Zeitvertreib. Werktreue ist ein Konzept, das die Macher scheinbar nicht sehr gut verstanden haben. Abgesehen vom Plot "englischer Baderchirurg geht nach Isfahan, um Medizin bei Avicenna zu studieren" ist nicht viel übrig geblieben. Ich hatte mich auf den Charakter des Baders gefreut - Fehlanzeige. Mary Cullen - komplett entfernt. Das Verhältnis zu Ala Schah - verstümmelt. Die Ignoranz der Standeskollegen in England nach der Rückkehr - nicht vorhanden.
Zwei meiner größten Kritikpunkte: die Szene nach dem überstandenen Sandsturm auf dem Weg nach Isfahan. Rob, schon in der Verkleidung des Juden, dankt Jesus Christus für die Rettung und wird dabei von einem Juden beobachtet und befragt. Durch Kameraführung und Schnitt wird angedeutet, daß der besagte Jude nicht überlebt hat und Rob ihn zum Schutz seines Geheimnisses getötet hat. Krasse Abweichung vom Charakter des Rob, wie er im Buch dargestellt wird.
Sir Ben Kingsley. Sicherlich ein guter Schauspieler und großartig als Itzak Stern in Schindlers Liste und als Mandarin. Hier scheint er den Riemen lustlos runterzuspielen. Kein Zauber, kein Hauch der Persönlichkeit des Avicenna, so wie sie im Buch dargestellt wurde.
Alles in Allem: kann man mal sehen, aber das Buch gibt einem Mehr.
RoboCop ab 12?
Hollywood war angeblich immer schon geldgesteuert. Aber es scheint immer mehr nur noch von potentiellen Profiten abzuhängen. Anders kann ich mir nicht erklären, warum der ReBoot des RoboCop-Franchise mit einem Film eingeleitet wird, der die FSK-Kennzeichnung 12 erhält.
Ich mag den "alten" RoboCop, ich mag auch RoboCop 2, die weiteren Filme und Ableger habe ich nicht mehr verfolgt, weil ich es nicht mag, wenn ein Hauptdarsteller ausgewechselt wird und RoboCop ist und bleibt für mich Peter Weller.
Ich werde mit den ReBoot ansehen, schon weil ich gute Erfahrungen mit ReBoots habe (Spiderman, Star Trek). Aber meine Erwartungen sind gedämpft durch die 12 auf dem Cover...
Ich mag den "alten" RoboCop, ich mag auch RoboCop 2, die weiteren Filme und Ableger habe ich nicht mehr verfolgt, weil ich es nicht mag, wenn ein Hauptdarsteller ausgewechselt wird und RoboCop ist und bleibt für mich Peter Weller.
Ich werde mit den ReBoot ansehen, schon weil ich gute Erfahrungen mit ReBoots habe (Spiderman, Star Trek). Aber meine Erwartungen sind gedämpft durch die 12 auf dem Cover...
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