Ich weiß, ich bin mal wieder spät dran, um diesen Klassiker das erste Mal zu sehen. Alien hat Geschichte geschrieben und sowohl ein ganzes Franchise als auch die Karriere von Sigourney Weaver gestartet.
Zum ersten Mal war der Held des Films eine Heldin. Und dazu
noch eine Heldin, die sich nicht über die Beziehung zu einem Mann definiert
hat.
Die Geschichte ist bekannt. Interessant ist die Erzählweise,
wie sie heute nicht mehr genutzt würde. Lange, ruhige Passagen, die dem
Zuschauer Zeit lassen, die dunklen Ecken mit den eigenen Dämonen zu füllen und
die Action-Sequenzen nur noch deutlicher hervorheben.
Abgesehen vom Alien-Anzug der eher klobig und unhandlich wirkt,
sind die Effekte sehr gut gealtert, eben auch, weil sie wohldosiert eingesetzt
wurden und auch nicht nur auf CGI basieren, sondern eben auch viele praktische
Effekte genutzt wurden.
Das Szenenbild im Inneren des Raumschiffes bringt sehr gut
die beklemmende Enge herüber und transportiert bei aller Stabilität die
Hilflosigkeit gegenüber dem riesigen, kalten, gefühllosen Nichts außerhalb der stählernen
Schutzhülle die eine Enklave des Lebens schafft.
Am Ende besiegt Ripley das Alien und rettet sogar die Katze.
Man merkt dem Film außerdem an, daß er als Standalone
geplant und konzipiert war, nicht mit der Idee von Fortsetzungen, Prequels und
Crossovers im Hinterkopf. Ab einem Teil zwei ist dieses Gefühl ja nicht mehr
transportierbar, da wird geteasert, als gäb’s kein Morgen.
Inwieweit, die weiteren Filme und Crossovers trotzdem
sehenswert sind, werde ich demnächst feststellen, wenn die Nachhilfestunden in
Sachen 80iger Action-Filme weitergehen.
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