Eigentlich gilt für diesen Blog eine generelle Spoiler-Warnung, aber nur vorsichtshalber:
SPOILERWARNUNG! Dieser Beitrag enthält Spoiler für Star Trek: Discovery Staffel 1, Folgen 1 bis 13. Weiterlesen auf eigene Gefahr!
Echt jetzt: BE WARNED! SPOILERS AHEAD!
So. Alter. Was für'n geiler Scheiß!
Ich bin ein bisschen skeptisch an die Sache herangegangen, weil ich von den Bildern und Teasern, die ich gesehen habe, nicht den Look der Classic Star Trek Serie erwartet habe. Ist es letztlich auch nicht, vieles sieht im Vergleich zu modern aus, Classic wirkt altbacken dagegen, aber die Serie ist nun mal auch fast 60 Jahre alt, soviel Beschränkung kann ein Serienmacher sich nicht auferlegen.
Trotzdem fügt sich die Serie in das Universum (das Prime-Universum, nicht das Kelvin-Universum) ein. Sicher, die Klingonen sind over the top, aber es gibt dann auch einen Klingonen, der wie ein Mensch aussieht, ich sehe noch die Möglichkeit eines Brückenschlages von den Discovery-Klingonen, über die Menschen mit dunkler Haut und Fu-Man-Chu-Bart in Classic bis hin zu den TNG-Klingonen.
Schließlich haben sie einen beeindruckenden Brückenschlag ins Mirror-Universe hingelegt. Ich liebe diese Storys, die lange, lange vor Ausbruch angelegt werden. Lorca wirkt als Captain out of place, aber man sagt sich, "Hey, das ist halt ein Krieger, da herrscht Krieg", Kirk war auch Teilzeitkrieger und nicht reiner Forscher oder Diplomat.
Aber das Lorca dann SO nicht in die Welt der Föderation passt, Respekt, sehr geiles Story-Telling.
Es sind Easter-Eggs für Old-School-Trekkies wie mich drin. Ich habe Lorcas schottischen Akzent, als er sich als Tillys Chef-Ingenieur ausgeben muss, hart gefeiert.
Auch die Erklärung, wie Lorca in "unser" Universum gekommen ist (Transporter-Unfall im Ionen-Sturm), ist eine liebevolle Verbeugung Richtung Classic.
Inzwischen sehe ich auch eine Chance, sinnvoll erklärt zu bekommen, warum in der Föderation ab Classic nie mehr vom Spore-Drive die Rede war.
Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht, ich vermute mal nicht, daß die Serie in der zweiten Staffel noch vom Mirror-Universe zehren wird.
Was ich noch hervorheben muss, ist das Dunkle der Serie. Das ist dunkles, schmutziges Star Trek, so wie "Rogue One", dunkles, schmutziges Star Wars ist. Die Auswirkungen dieses Krieges mit den Klingonen sind noch hunderte von Jahren später zu spüren. In Star Trek VI - Das unentdeckte Land, kommt es erst, und auch nur wegen eines explodierten Mondes, zu ernsthaften Friedensgesprächen zwischen der Föderation und dem Imperium. Und selbst danach, fast 100 Jahre später in TNG gibt es dann erst einen Klingonen in der Sternenflotte. Es braucht einen weiteren Krieg, den gegen das Dominion, um Föderation und das Imperium endgültig zusammenzubringen.
Dementsprechend muss dieser Krieg gewaltig sein. Und das ist er. Einzelne Attacken, die 11000 Tote fordern, drei Anschläge, die die Sternenflotte um 2/3 dezimieren. Das muss das Ausmaß sein, was die nächsten Jahrhunderte prägt. Und das ist gut umgesetzt.
Fazit: ich finde die Serie gut und bleibe dran.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen