Freitag, 18. Juli 2014

Stand by Me

Neben „The Shawshank Redemption“ und „The Green Mile“ eine der wenigen gelungenen Stephen-King-Verfilmungen. Rob Reiner hat die Novelle in einen bildgewaltigen Film umgesetzt, durch den die vier jungen Hauptdarsteller (Wil Wheaton, River Phoenix, Corey Haim und Jerry O’Connel) wandern, wie durch ihre verkorkste Kindheit.
Die vier sind Freunde und leben im fiktiven Ort Castle Rock, einem beliebten Schauplatz für Kings Werke. Aus der Zeitung erfahren sie, daß im Nachbarcounty ein gleichaltriger Junge nicht vom Brombeeren-Pflücken nach Hause gekommen ist und vermutlich nach einem Zugunfall tot neben den Gleisen liegt. Die Gang zieht los, um den Junden zu suchen. Unterwegs erfahren wir, teils aus Erzählungen, teils aus Rückblenden Näheres über die jeweiligen verkorksten Familien.
Die Schienen ziehen sich sinnbildlich durch den Film, die Jungs wandern sie entlang und es scheint, als sei ihr Lebensweg ebenso wie die Schienen bereits vorgezeichnet und fest verlegt. Dabei lernen sie, und wir, daß sowohl das Festhalten am vorgezeichneten Weg als auch die Abweichung davon Gefahren birgt. Ersteres symbolisiert durch einen Zug, dem die Jungs nur knapp entkommen, da er auftaucht, als sie grade eine hohe Brücke überqueren. Letzteres symbolisiert durch die Blutegel, die den See bevölkern, den die Gruppe beim Abkürzen des Weges durchwaten muss.
Über allem steht die Freundschaft untereinander, die teils schweren Prüfungen unterworfen wird und sich alles in allem bewährt. Zum Schluß der Reise zu sich selbst erfahren wir, wie es den Jungen im späteren Leben ergangen ist, einer ist dem seinem vorgezeichneten Weg gefolgt und lebt als Gelegenheitsjobber in der alten Gegend, einer ist seinem Weg gefolgt und ein erfolgreicher Schriftsteller, einer wollte seinem Weg folgen und wurde durch äußere Umstände gehindert und einer hat sich durchgebissen, ist von seinem Weg abgewichen und hat sich ein erfolgreiches Leben aufgebaut, um ebenjenes im Versuch, einen sinnlosen Streit zu schlichten, auf dem Boden eines Fast-Food-Lokals auszuhauchen.
Was sagt uns dies nun? Man hat nie im Leben solche Freunde, wie als Kind. Nie wieder sieht die Welt so groß und einzigartig aus, wie in der Kindheit. Und: man muss sein Leben selbst in die Hand nehmen, denn es kann morgen vorbei sein.

Fazit: Kult-Film zum immer wieder sehen.

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