Sonntag, 24. März 2019

"Last time I trusted someone, I lost an eye."

Captain Marvel

Disclaimer: ich schreibe dies als ausgewiesener NICHT-Kenner der Comics und MCU-Fanboy.

Ich fand den Film super! Ich habe auch kein Problem mit Brie Larson in der Titelrolle, ich fand es stimmig und gut umgesetzt.

Spätestens nach der Mid-Credit Szene in Infinity War, als Fury den Pager aktiviert hat, war klar, wer da noch zum MCU stoßen würde. Also war ja auch klar, das noch ein Origin-Film benötigt wurde, bevor das Endgame starten konnte.

Da Endgame ja auch noch in diesem Fühjahr kommen wird, war es schon ambitioniert, hier noch den Captain Marvel Origin-Film "reinzudrücken", das hätte auch gewaltig in die Hose gehen können.
Ist es aber nicht. Schlauerweise haben die Schreiber gleich auch noch eine Art Origin-Film für Nick Fury, Agent Coulson und S.H.I.E.L.D. daraus gemacht. Das hat das Ganze wunderbar abgerundet.
Ein reiner Captain Marvel Origin-Film ohne die Einbettung in das S.H.I.E.L.D.-Gefüge wäre meiner Meinung nach nach hinten losgegangen und hätte den Vorwurf der Geldmacherei gerechtfertigt.

Nun ist es wieder meiner Unkenntnis der Comics geschuldet, daß ich bei "Kree" nicht gleich auf Ronan den Accuser aus Guardians of the Galaxy gekommen bin, da brauchte es wieder Holzhammer-Methoden, bis ich das kapiert habe.

Dadurch wurde der Film aber auch wieder zu einer, wie ich finde, guten Geschichte zum Thema Katharsis, auch wenn das Thema, dem Medium und den Umständen geschuldet, eher knapp ausfallen musste, aber auch in dieser Knappheit finde ich es überzeugend.

Die Kree sind, trotz der aus Guardians bekannten Geschichte, hier erstmal die "Guten" und kämpfen für eine aus ihrer Sicht gerechte Sache gegen einen "bösen" Feind. Zusammen mit Vers erfährt der Zuschauer den Hintergrund ihrer Erinnerungsfetzen und lernt den vermeintlich "bösen" Gegner besser kennen. Zusammen mit Carol Denvers schlägt sich der Zuschauer auf die Seite von Mar Vel und dem "bösen" Feind.

Die Skrulls werden erfrischend "unalienhaft", trotz "Dunkelelfbadboy"-Maske dargestellt. Zugegeben, damit wird die Erkenntnis "nichts ist so, wie es von außen scheint" wirklich mit dem Holzhammer ausgeteilt, aber das macht sie nicht weniger wahr. Die Diskussionen des Skrull-Anführers mit seinen Leuten sind köstlich. "Du bist doch der Wissenschaftler hier!" Einmal mehr freue ich mich auf die DVD, um das im Original zu hören, mal davon abgesehen, daß die Synchron-Stimme von Jude Law mal so gar nicht geht...

Für mich ein gelungener Bestandteil des MCU und ein Film, der auch Stand-Alone für nicht-Comic-Fans einwandfrei funktioniert.

Und wenn Marvel eins kann, dann Humor. Eine Katze, die in der End-Credit-Szene den Tesseract auskotzt? Wie geil ist das denn, bitte??

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